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Hunde-Erkrankung in Norwegen

In Norwegen – und bisher nur dort – ist eine auffallend große Zahl von schweren Durchfallerkrankung aufgetreten. Diese Erkrankung hat zu Todesfällen geführt und beunruhigt Hundehalter – nicht nur in Norwegen.
Das norwegische Veterinärinstitut hat jetzt die häufigsten Fragen in Zusammenhang mit der Erkrankung der Hunde gesammelt und beantwortet sie. Wir haben uns vorbehalten, die Fragen und Antworten leicht zu kürzen, und stellen hier die Fragen und Antworten ein, die auch uns immer wieder gestellt werden.

Was soll ich mit meinem Hund tun, wenn er krank ist und einen beeinträchtigten Allgemeinzustand mit Durchfall und Erbrechen hat?

Wenn ihr Hund krank ist, kontaktieren sie einen Tierarzt. Bitte berücksichtigen Sie beim Gang zum Tierarzt den näheren Kontakt mit anderen Hunden zu vermeiden. Bei Verdacht einer ernsthaften Erkrankung sollte sich der Tiereigentümer sich im Vorfeld an die Klinik wenden, bevor der Hund mitgenommen wird, damit die Klinik Vorkehrungen zur Reduzierung der Ansteckungsgefahr treffen kann.

Warum sind die Hunden erkrankt?

Wir wissen weiterhin nicht, was die Hunde erkranken lässt und was die Ansteckungsquelle ist. Wir arbeiten eng mit Mattilsynet, Kleintierklinik an der NMBU Tierhochschule und Tierärzten im gesamten Land zusammen, um mehr über die Erkrankung herauszufinden. Als Veterinärinstitut setzen wir den Weg der offenen, breiten und systematischen Annäherung fort, den wir die ganze Zeit beschritten haben.

Was wissen wir bisher über die Erkrankung?

Es ist eine blutige Darmentzündung bei den obduzierten Hunden nachgewiesen worden und es wurden verschiedene Bakterien bei mehreren Hunden nachgewiesen: Clostridium perfringens und Providencia alcalifaciens. Diese beiden Bakterien können auch bei gesunden Hunden gefunden werden. Es ist noch unklar, ob diese Bakterien die Erkrankung verursachen.

Es verbreiten sich Gerüchte, dass man gewisse Typen von Futter vermeiden sollte. Ist dies so?

Es gibt keinen Grund vor bestimmten Futterprodukten zu warnen. In den sozialen Medien verbreiten sich Klagen gegen namentlich genannte Futterproduzenten. Dem Veterinärinstitut liegen keine Informationen vor, dass dieses richtig ist. Wir finden ein breites Spektrum an Futterprodukten in dem Material, dass uns bis dato vorliegt - das unterstreicht die Komplexität der Sache. Futter ist nur eine von vielen "Spuren", die wir verfolgen, neben Wasser, Pilzen, Parasiten, Bakterien, Viren usw.

Wie verbreitet sich die Erkrankung?

Wir wissen nicht, was die Erkrankung verursacht oder wie sie sich verbreitet. Wie wissen nicht, ob es sich unter Hunden verbreitet. Deshalb hat das Mattilsynet den Rat herausgegeben bis auf weiteres den näheren Kontakt mit anderen Hunden zu begrenzen.

Ich habe von ähnlichen Fällen im Ausland gehört…

Wir haben fortlaufenden Kontakt mit Veterinärbehörden im Ausland bzgl. ähnlicher Fälle und bekommen die Informationen, die wir benötigen direkt von Tierarztkollegen, wenn ähnliche Erkrankungen schon früher vorgekommen sind. (Anmerkung: Bisher sind keine Fälle oder Fallhäufungen in anderen Ländern bekannt).

Was ist schon von weiteren Untersuchungen ausgeschlossen worden?

Das Auftreten ist nicht nur in Oslo, sondern ähnliche Symptome wurden aus dem gesamten Land gemeldet, aus einer Reihe von Bundesländern verteilt über das gesamte Land. Aktuell ist es nicht gesichert, dass allen Fällen die gleiche Erkrankung zugrunde liegt.

  • - Es wurden keine Salmonellen nachgewiesen

  • - Es wurden keine Campolobacter nachgewiesen

  • - Aufgrund der ersten Obduktionen der toten Hunde kann das Veterinärinstitut Rattengift oder ähnliche Vergiftungen als mögliche Ursache ausschließen. Die obduzierten Hunde zeigten keine inneren Schäden die bei einer solchen Vergiftung üblich sind. Diese Untersuchung umfasst nicht alle Vergiftungen.

  • - Basierend auf dem Krankheitsverlauf und den pathologischen Funden ist es nicht wahrscheinlich, dass es eine Algenvergiftung ist.

  • - Diese Erkrankung ist keine, die typischerweise auf Zecken zurückgeführt werden kann.

  • - Die Labortests zeigen, dass Milzbrand ausgeschlossen werden kann.

  • - Labortests beweisen, dass wir Hasenpest ausschließen können.
  • - Laboruntersuchungen bestätigen definitiv, dass es keine Verbindung mit der aktuellen Untersuchung der Verbreitung von entrohemoragischem E.coli (EHEC) bei Menschen und der Erkrankung der Hunde gibt.

Was unternimmt das Veterinärinstitut, um die Ursache der Erkrankung herauszufinden?

Obduktionen, Laboruntersuchungen und eine große Menge an Informationen werden gesammelt. Ähnliches und Zusammenhänge in Bezug auf Tiererkrankungen aus dem In- und Ausland ebenso. Es wird systematisch breit untersucht, in der Hoffnung, dass verschiedene Ursachen ausgeschlossen und gefundene Zusammenhänge weiter verfolgt werden können.
Das beinhaltet Ansteckungen durch Bakterien, Viren, Pilzen, Parasiten und Algen in Zusammenhang mit Wohnort, Temperatur, schlechter Wasserqualität usw.
Wir suchen auch nach ähnlichen Fällen im In- und Ausland. Die Symptome können gewöhnlicherweise beim Hund vorkommen, aber wir sehen einen Anstieg seit August 2019 mit mehr akuten Fällen als vorher.

Welchen Rat haben wir aktuell an Hundehalter (Anmerkung: gilt für Norwegen)

Begrenzen Sie den näheren Kontakt zu anderen Hunden. Ansammlungen von Hunden sollten vermieden werden. Lasst Hunde unterwegs nicht an anderen Hunden schnüffeln. Vermeidet, dass Hunde zu sehr dort schnüffeln wo andere Hunde gewesen sind.
So schnell wie möglich zum Tierarzt, wenn blutiger oder spritzender Durchfall, Erbrechen und sehr schnell schlechter werdender Allgemeinzustand auftritt. Kotbeutel benutzen.