Tel: 05021 - 91 21 10
365 Tage Notdienst

    Ungewöhnliche Patienten in unserer Klinik

    Täglich kommen Hunde, Katzen, Heimtiere, Reptilien und Vögel in unsere Klinik. Manchmal haben wir aber auch sehr ungewöhnliche Patienten: 

    Erst kürzlich wurde wieder einmal ein Luchs bei uns operiert. Das wunderschöne Luchsmädchen wurde uns von den Ärzten der Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen vorgestellt. Da es in der Heimat des Tieres keine adäquate Unterbringung für Luchse gibt, kam das Wildtier dort unter. Sie hatte bei einem Verkehrsunfall im Bayerischen Wald Knochenbrüche erlitten, die u.a. mit einer Metallplatte versorgt wurden. Bevor die Luchskatze wieder in ihr ursprüngliches Revier entlassen werden kann, musste die Metallplatte entfernt werden. Diese Operation wurde bei uns durchgeführt. 

    Und dann war da vor einiger Zeit auch "Rosi", ein Zwergplumplori. Rosi stammte aus illegaler Haltung, wurde beschlagnahmt und zunächst in der Artenschutzstation in Sachsenhagen untergebracht, wo sie umgehend tiermedizinisch versorgt wurde. Rosi konnte kaum sehen, da ihre Linsen durch "Grauen Star" getrübt waren. Hier hat Dr. Barkhoff an beiden Augen eine Katarakt-Operation durchgeführt und das Sehvermögen des Tieres soweit verbessert, dass Rosi mittlerweile in einer Zwergplumplorigruppe des Düsseldorfer Zoos integriert werden konnte.
    Wer mehr darüber erfahren möchte kann hier weiterlesen: Rosi 

    Winterzeit - schöne und gefährliche Zeit

     

    Der Winter und die Weihnachtszeit sind für viele mit die schönste Zeit im Jahr.
    Und viele von uns haben für ihre 4-beinigen Lieblinge Adventskalender oder auch Geschenke unterm Baum. Sie sind ein Teil der Familie und werden auch so behandelt.

    Draußen ist es frostig kalt und man kuschelt sich in eine gemütliche Decke mit einer Tasse Kakao und den ersten Plätzchen mit seinen Lieblingen aufs Sofa.
    Wer hat, macht sich vielleicht sogar den Kamin an.
    Hübsch angerichtete Teller mit Plätzchen und Schokolade stehen auf dem Tisch.

    Es wird dekoriert und geschmückt, man möchte es sich ja gemütlich machen.
    Der Tannenbaum wird ausgesucht, geschmückt und vielleicht auch noch die einen oder anderen Pflanzen mit dazu geholt.

    Doch diese Zeit, so schön sie auch sein mag, birgt für unsere Lieblinge Gefahren der ganz besonderen Art.
    Und sollten Sie auch nur den Verdacht haben, dass ihr Liebling von einem der folgenden Situationen betroffen sein könnte, empfehlen wir Ihnen, schnellstmöglich einen Tierarzt zu kontaktieren.

    Die Tasse Kakao ist für die ein oder andere Katze (oder auch für manche Hunde) sehr verlockend, kann jedoch zu Durchfall führen.

    Die Plätzchen wurden vielleicht mit Xylit gesüßt.
    Dies ist jedoch für Hunde giftig. Symptome können Erbrechen, aber auch Schwäche, Koordinationsstörungen, schwankender Gang sein oder es kann auch zu einem Kollaps mit Anfällen kommen.
    Denn es verursacht eine Unterzuckerung.
    Für Katzen liegen hierzu keine Studien vor.

    Vielen ist bereits bekannt, dass Schokolade für unsere Vierbeiner giftig ist.
    Hierbei kommt es darauf an, welche Schokolade (Kakaogehalt) und wieviel im Verhältnis zum Körpergewicht aufgenommen wurde.
    Als Symptome kann sich Unruhe, Hecheln, Durst und Erregung zeigen, oft gefolgt von allgemeiner Schwäche und Koordinationsstörungen. Ein zusätzliches Augenmerk sollte man auf eventuelle Extrazutaten haben, z.B. Traube/Nuss oder Macadamia!
    Die Aufnahme von Weintrauben/Sultaninen o.ä. kann zu Nierenversagen und von Macadamia-Nüssen zum Tod führen!

    Bei der Dekoration ist Engelshaar und auch Geschenkband anscheinend für Katzen sehr verlockend.
    Beim Spielen können Teile verschluckt werden oder das Geschenkband kann sich an der Zunge verwickeln.
    Oft fällt dies erst auf, wenn am hinteren Ende die Kotballen "aufgefädelt" sind.
    BITTE NICHT DARAN ZIEHEN !

    Bei freifliegenden Vögeln bitte darauf achten, dass Dekorationsmaterial nicht zum Nisten verwendet wird.
    Dies kann zu Einschnürungen von Gliedmaßen führen.

     

    Kommen wir zu den Pflanzen.

    Die beliebten Weihnachtssterne sind leider giftig.
    Es empfiehlt sich diese gar nicht erst ins Haus zu holen.
    Kann er doch bei Hunden, Katzen, Hamstern oder Kaninchen zu starken Verdauungsproblemen über Lähmungen und Herzrhythmusstörungen bis hin zum Tod führen.

    Viele Katzenbesitzer stellen ihren Baum einige Tage vor Weihnachten auf, damit sich die Stubentiger schon mal daran gewöhnen können. Soweit so gut.
    Kritisch kann es jedoch bei aufgehängtem Lametta oder beim Verschlucken von Tannennadeln werden.
    Lametta kann, wie bereits oben beim Geschenkband erwähnt, zu einem "Auffädeln" des Darms führen, was eine Operation notwendig macht. Tannennadeln können kleine Verletzungen in der Speiseröhre oder im Magen-Darmtrakt verursachen oder auch zu einem permanenten Hustenreiz beim "Festkleben" an der der Speiseröhre verursachen.

    Aber auch unsere kleinen Haustiere (Kaninchen, Meerschweinchen, Ratten etc.) müssen vor Gefahren geschützt werden.
    Die zusätzlichen Kabel für Lichterkette und andere Dekorationen sollten immer unzugänglich für sie sein, um ein Benagen zu verhindern. Denn dies kann zu Stromschlägen führen.

    Und zum Schluss : das Auto.

    Oft wird das Frostschutzmittel aufgefüllt.
    Hierbei ist es ratsam, eine saugfähige Unterlage darunterzulegen.
    Dies ist für den Fall, dass etwas daneben tröpfelt.
    Denn v.a. Katzen finden Frostschutzmittel sehr lecker und schlecken solche Tropfen gerne auf. 
    Jedoch sind bereits kleinste Mengen für Katzen und Hunde giftig. Es kann zum Nierenversagen, Kristallbildung in der Blase und zum Tod führen! 

    Warme Motorräume oder auch Radkästen sind bei Freigänger Katzen eine beliebte Wärmequelle.
    Sollte Ihnen beim Starten etwas auffallen, dann bitte direkt anhalten und lieber einmal nachschauen.

    GOT Änderungen ab 22.11.2022

    Liebe Tierbesitzer 

    Seit dem 22.11.2022 gibt es eine neue Gebührenordnung für Tierärztinnen und Tierärzte!

    Erstmals seit 1999 wurde die Gebührenordnung umfassend geändert, um das wirtschaftliche Führen einer tierärztlichen Praxis zu ermöglichen und eine flächendeckende Versorgung der Tiere gewährleisten zu können.

    Mehr unter: 

     GOT / Bundestierärztekammer e.V. (bundestieraerztekammer.de)