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365 Tage Notdienst

    Chirurgie

    - Tiermedizinische Versorgung auf höchstem fachlichen und technischen Niveau

    Alle Tierärzte können Operationen im Rahmen ihrer tierärztlichen Praxis durchführen. Schwierige Fälle können jedoch am besten von einem Spezialisten behandelt werden.

    Unsere Chirurgen arbeiten vor und nach dem chirurgischen Eingriff eng mit dem Besitzer und dem Haustierarzt zusammen, um die Kontinuität der Versorgung Ihres Tieres zu gewährleisten. 

    In unserer Überweisungsklinik haben unsere Chirurgen nicht nur eine fortgeschrittene chirurgische Ausbildung, sondern auch Zugang zu unserer modernen Einrichtung und Geräten und werden von unseren speziell geschulten Tiermedizinischen Fachangestellten prä-, intra- und postoperativ unterstützt. 

     

    Wir sind bestrebt, Ihrem Tier die bestmögliche chirurgische Versorgung zu ermöglichen. Mit den kontinuierlichen Fort- und Weiterbildungen unserer Tierärzte bieten wir Fachwissen an, welches das beste Ergebnis für das Tier und den Tierhalter sicherstellt. Unsere Tierärzte fungieren auch als Ansprechpartner und Ressource für den Haustierarzt, indem sie Beratungen zu schwierigen oder ungewöhnlichen Fällen anbieten. Auch hier ist die kollegiale Zusammenarbeit und der Fachaustausch von immenser Bedeutung.



    Anästhesie

    Ob die Inhalationsanästhesie, intravenöse oder Lokalanästhesie – jede Form dieser Anästhesieverfahren ist für eine bestimmte Art von medizinischem Eingriff am besten geeignet. Wann welche Form der Anästhesie zum Einsatz kommt, entscheidet der Chirurg, die Dauer und Art des Eingriffs und die Narkosefähigkeit des Patienten.

    Die Sedation ist streng genommen keine Anästhesie, da eine Allgemeinanästhesie (sogenannte Vollnarkose) einen Zustand bewirkt, der dem Tiefschlaf ähnelt und das Schmerzempfinden ausschaltet. Im Gegensatz zur Sedation (Dämmerschlaf) ist der Patient bei einer Vollnarkose nicht ansprechbar, nicht weckbar und nicht bei Bewusstsein.

    Die Sedation eignet sich jedoch für eine Vielzahl von Untersuchungen und für manch sehr gestressten Patienten, genauso wie zur Prämedikation vor der eigentlichen Narkose. 

    Um einen Patienten auf einen Eingriff vorzubereiten, der unter Narkose stattfinden muss, werden neben einer balancierten Anästhesie inklusive deren Monitorings, alle - je nach Ermessen des Chirugen und dem Krankheitsbild des Patienten- benötigten präanästhesiologischen Untersuchungen durchgeführt, um das Narkoserisiko so gering wie möglich zu halten. Danach erfolgt das genaue Einschätzen des Narkosezustands des Patienten nach ASA-Klassifizierung. Die ASA-Klassifizierung geht auf die Empfehlungen der American Society of Anaesthesiologists (ASA) zurück. Das perioperative Risiko wird dabei in sechs Schweregrade eingeteilt.

    So kann es sein, dass bei gleichem Eingriff und gleicher Tierart, Rasse und Geschlecht, schon allein das Alter mitbestimmend ist, dass umfangreichere präanästhesiologische Untersuchungen durchgeführt werden müssen.  
    Dazu gehören neben einer gründlichen klinischen Untersuchung und der Bestimmung von Organwerten und eines Blutstatus ggf. auch die Röntgen-, Ultraschall- oder CT-Untersuchung.

     

     

     


    Monitoring

     

    Das Monitoring, d.h. die engmaschige Überwachung verschiedener Parameter während einer Narkose, gehört bei uns grundsätzlich bei jeder OP (auch bei Kurzeingriffen) dazu und werden sowohl klinisch (z.B. Schleimhautfarbe beurteilen, KFZ messen, Muskeltonus und Narkosetiefe beurteilen, Herzfrequenz, Pulsfrequenz und -qualität), als auch apparativ durchgeführt. Dazu gehören ein kontinuierliches EKG, Sauerstoffsättigung mit Pulsfrequenz, Temperaturkontrolle, die Kapnographie und die Respiratiosfrequenz. Hinzu kommt noch das nicht-invasive Blutdruckmonitoring je nach Art des individuellen Patientenbedarfs und Art des Eingriffs. Das Wärme- und Infusionsmanagement wird dem individuellen Patienten angepasst. 

    Bei den meisten Eingriffen wird die Narkose über eine Inhalationsanästhesie mit einem Inhalationsnarkosegerät aufrechterhalten. 
    Die Patienten werden hierfür endotracheal intubiert, sodass zu jeder Zeit eine Atemwegssicherung gewährleistet ist, notfalls auch durch eine künstliche Beatmung. 

    Daher ist es für uns selbstverständlich, dass wir zur Atemwegssicherung bei brachycephalen Rassen (wie Französische oder Englische Bulldoggen, Möpse und andere Brachys) auch bei Kurzeingriffen grundsätzlich intubieren. 

    Maximale Sicherheit stellen wir für Risikopatienten prä-, intra- und postoperativ über intensive klinische Überwachung sicher.

    Das weitere Monitoring auf unserer ICU (Intensive Care Unit = Intensivstation) der aus dem OP verlegten Patienten ist Bestandteil unseres postoperativen Managements und wird engmaschig kontrolliert.